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BIPOC-WORKSHOP

16.10.2026, 19 Uhr: 
»Our Praxis Is the Map:
African Feminisms as Compass«
mit Jessica Horn

Jessica Horn, »Feminist Freedom Fighter«, Foto von Mikaela Westerholm

Die meisten von uns suchen nach einem Ausweg. Nach einem neuen Sonnenaufgang. Der nächsten Welle. Dem Neumond. Doch wie können wir Bewegung und Veränderung kartieren in einem Moment, in dem die gemeinsamen ethischen Orientierungspunkte ihren Halt verloren haben? Wie können wir das Leben inmitten einer Flut von Entscheidungen und institutionellen Praktiken bewahren, die seine Möglichkeiten zunehmend einschränken? Und während wir andere Zukünfte imaginieren: Wie können wir zukünftige Horizonte von den Ufern einer Erde aus entwerfen, deren Bevölkerung mehrheitlich afrikanisch sein wird, die jedoch noch immer nicht auf die tieferen Strömungen der vielfältigen Geschichten, Wissensformen und Traumwelten Afrikas eingestimmt ist? Dieser Workshop nähert sich diesen Fragen aus der Perspektive afrikanischer Feminismen. Ausgehend von ihrem Buch »African Feminist Praxis: Cartographies of Liberatory Worldmaking« lädt Jessica Horn die Teilnehmenden zu einer Reihe von Experimenten ein, in denen alternative Welten kartiert und entworfen werden. Als Navigationsinstrumente dienen dabei zentrale Prinzipien afrikanisch-feministischer Praxis: Verwandtschaft und Verbundenheit, Mut, Lust, Fürsorge und Erinnerung.

My feminist utopia begins in our bodies, as our first and last home, as the only thing that is ever really ours-as the space that life is made real. My utopia is a world where we all live free, healthy, pleasurable, agented lives in our own bodies. It requires political, economic, social and cultural systems that enable embodied freedom for all. Oh and there must be art too. Lots of it.

– Jessica Horn: https://africanfeminism.com/inspiring-african-feminists-interview-with-jessica-horn/
)

Jessica Horn

Jessica Horn (geb. 1979) ist eine (ost-)afrikanische feministische Vordenkerin, preisgekrönte Dichterin und Gründerin sowie Direktorin von Hindura Studios, einer in Nairobi, Kenia, ansässigen Social-Design-Agentur, deren Arbeit auf Zukunftsdenken und feministischen Perspektiven basiert. Sie wuchs in Lesotho und Fidschi auf und hat in neun Ländern gelebt, darunter Sierra Leone, Ghana und Kenia – Migrationserfahrungen, die ihre transnationale Perspektive maßgeblich geprägt haben. Mit einem beruflichen Hintergrund im Bereich der Gesundheitsrechte von Frauen gründet Jessicas Arbeit auf Körperpolitik und Fragen kollektiver Transformation aus einer verkörperten feministischen Perspektive. Ihr Buch »African Feminist Praxis: Cartographies of Liberatory Worldmaking« (Sage, 2025) dokumentiert Jahrzehnte feministischer Mobilisierung auf dem afrikanischen Kontinent. Ihre Leidenschaft für Archive überträgt sie auch auf den Film: Vor Kurzem führte Jessica Regie bei »The Temple of Her Skin«, einem Dokumentarfilm über die Erfahrungen afrikanischer Frauen mit Tätowierungen und Skarifizierungen. Zudem ist sie Gastgeberin des »The Beautiful Policy Podcast«, in dem sie mit Praktiker*innen spricht, die radikale Visionen in konkrete Strukturen und Handlungsmodelle überführt haben. Als führende Persönlichkeit im Bereich der Philanthropie war sie Programmdirektorin des African Women's Development Fund und wurde 2021 zur Regionaldirektorin des ostafrikanischen Büros der Ford Foundation ernannt – als erste afrikanische Frau in dieser Position. Darüber hinaus war sie Vorstandsmitglied von Mama Cash, Urgent Action Fund-Africa und dem Fund for Global Human Rights und ist Gründungsmitglied der Arbeitsgruppe des African Feminist Forum. Als aktivistische Dichterin nutzt Jessica Poesie als Medium, um Menschenrechtsverletzungen zu thematisieren und das Konzept revolutionärer Liebe zu erkunden. 2009 erhielt sie für ihr Gedicht »They have killed Sizakele« den IRN FannyAnn Eddy Poetry Award und 2001 für ihr Gedicht »Dis U.N: For Rwanda« den von June Jordan jurierten Sojourner Poetry Prize. Zudem ist sie Autorin des Gedichtbands »Speaking in Tongues« (Mouthmark, 2006). Jessica wurde von Applause Africa zu einer der »40 African Changemakers under 40« ernannt.
 
stillsherises.com

@africanfeministpraxis
 
sagepub.com/buy-a-book/african-feminist-praxis
 

BIPoC-Workshop #2: 16.10.2026, 19 Uhr - »Our Praxis Is the Map: African Feminisms as Compass« mit Jessica Horn

Ort: M.Bassy e.V., Schlüterstraße 80, 20146 Hamburg
Die Teilnahme ist kostenlos (inkl. Getränke und Snacks)

Bitte reservieren via: reservation@m-bassy.org

 
Der Workshop ist Teil des Rahmenprogramms zur Ausstellung »We Return as Rain, and Even Stones Begin to Bloom« mit
Adesuwa Aighewi, Adama Delphine Fawundu, Mónica de Miranda & Alberta Whittle. 
 

Wir danken der Behörde für Kultur und Medien in Hamburg und der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS für ihre Förderung und Unterstützung des Projektes. Unser großer Dank geht ebenso an die Studios von Mónica de Miranda und Alberta Whittle sowie an das Modern Institute, Glasgow, Schottland für ihre Zusammenarbeit.