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Ausstellung

19.6.2022- 2.7.2022
»Gated communities«
Ausstellung mit Arbeiten von
Lindeka Qampi

Lindeka Qampi – Unobangela

Gated Community ist ein Begriff für Parks mit schönen Häusern, in denen sich wohlhabende Menschen durch hohe Zäune und grimmige Männer am GATE vor potenziell gefährlichen Mitbürgern geschützt fühlen. Symmetrisch gespiegelt wie das Positiv-Negativ eines Fotos kann der Begriff als Metapher für die Eingrenzung und Ausgrenzung eines Teils der Bevölkerung, wie in einem Ghetto, gesehen werden. Lindeka Qampi zeigt uns Fotos vom harten Leben in ihrem Township Khayelitsha in der Nähe von Kapstadt und von privilegierten Wohnvierteln mit Privatstränden. In Hamburg fotografierte sie das tägliche Leben auf Märkten, in U-Bahnen, bei Ausstellungseröffnungen, so wie es europäische Touristen auf dem afrikanischen Kontinent tun würden. In einer Serie von performativen Selbstporträts nutzte sie Hamburg als Bühnenhintergrund. Darüber hinaus dokumentierte sie während ihres zweimonatigen Aufenthalts Spuren der kolonialen Aktivitäten einiger Hamburger Bürger, die zu Wirtschaftsimperien führten. Lindeka Qampi ist Gast von Reversed Exploration, einer Künstlerresidenz in Hamburg, veranstaltet vom Kulturforum Süd-Nord. Sie erforscht Inklusion und Exklusion mit ihrer Kamera in Kapstadt und Hamburg. Die Ausstellung ist kuratiert von Stephan Köhler in Zusammenarbeit mit M.Bassy.

Mit freundlicher Unterstützung des BKM und der Liebelt-Stiftung Hamburg.

Lindeka Qampi – Behind the fence

Über Lindeka Qampi

Lindeka Qampi begann 2006 zu fotografieren, als sie Mitglieder von Iliso Labantu (das Auge des Volkes) kennenlernte, einem gemeinschaftsbasierten Fotokollektiv. Sie begann als Straßenfotografin und fotografierte Hochzeiten, Veranstaltungen und Porträts. Schon bald ging sie dazu über, ihre Gemeinschaft auf unterschiedliche Weise zu erforschen, zum Beispiel mit einem Projekt über Straßenkultur. Sie konzentriert ihre Linse auf das tägliche Leben in den Townships, insbesondere auf Khayelitsha, das Township, in dem sie seit ihrer Jugend lebt. Ihre Fotografien bringen die Poesie und die Politik des "gewöhnlichen Akts" zum Ausdruck, und darin liegt das Potenzial, neue Möglichkeiten für die Zukunft zu imaginieren.
2015 lud das Kulturforum Süd-Nord sie und Zanele Muholi nach Benin ein, um dort Foto-Workshops für Jugendliche zum Thema Gewalt gegen Frauen zu geben.

 
 
Ausstellungen und Projekte:
research-without-borders.org
'Life Framed' the Lindeka Qampi Story
 
2018 The Women's Mobile Museum, Philadelphia Photo Arts Center (Philadelphia, Pennsylvania, USA)Pride & Loss, Jenkins Johnson Gallery (Brooklyn, New York, USA)
2017 Turbine Art Fair (Johannesburg, South Africa)
36 Frames & Under 18’s Only, AVA Gallery (Cape Town, South Africa)
Seeing Ourselves / Themselves, North-West University Gallery (Potchefstroom, South Africa) 
Cape Town Art Fair (Cape Town, South Africa)
2016 SitDitAf Aardklop Arts Festival (Potchefstroom, South Africa)
Visual Activism Cultural Exchange Programme (VACEP), Kunstplass (Oslo, Norway)
2015 Two person exhibition with Zanele Muholi, MAN Museum (Nuoro, Italy)
Visual Activism Cultural Exchange Programme (VACEP), Kunstplass (Oslo, Norway)
Breaking Surface, Galerie NOKO (Port Elizabeth, South Africa) 
Am I Not A Man and a Brother; Am I Not A Woman and a Sister, Archer Gallery, Clark College (Vancouver, Washington, USA)

»Reversed Exploration«


Kulturforum Süd-Nord hat im Sommer 2020 das Künstlerresidenz-Programm »Reversed Exploration« initiiert, mit dem Ziel die Rollen zwischen Forschenden und Erforschten umzudrehen. KünstlerInnen aus dem globalen Süden werden nach Hamburg eingeladen, um vor Ort Spuren der kolonialen Vergangenheit im öffentlichen Raum und in musealen Sammlungen zu dekonstruieren. Kulturforum Süd-Nord e.V. kollaboriert für dieses Projekt mit M.Bassy e.V. und ermöglicht dadurch, den künstlerischen Forschungsverlauf und die einhergehenden Debatten der Hamburger Öffentlichkeit auf einer weiteren Plattform zugänglich zu machen. Die von Kulturforum Süd-Nord konzipierte Künstlerresidenz von Lindeka Qampi wird von der Behörde für Kultur und Medien Hamburg und der Liebelt Stiftung Hamburg gefördert.

facebook.com/dekolonisieren
instagram: @Kulturforum_Sud_Nord
twitter: @kultursudnord
 

Eröffnung: Samstag, 18. Juni, 19 Uhr.

Öffnungzeiten: 19. Juni bis 2. Juli 2022, donnerstags bis sonntags 14.00 - 20.00 Uhr

Bitte reservieren: reservation@m-bassy.org
M.Bassy, Schlüterstrasse 80, 20146 Hamburg.  

30. Juni, 19 Uhr, MARKK , Zwischenraum
Gespräch mit der Künstlerin und den Kuratoren. Auf Englisch.

 

Museum am Rothenbaum, MARKK

Kulturbeoerde Hamburg