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Poetry & Talk

29.8.2026, 19 Uhr: »blues in schwarz weiss« – ein Abend für die Lyrikerin May Ayim (1960–1996) mit Jeannette Oholi, Meryem Choukri & Edition Zweifel

May Ayim und Audre Lorde auf dem Winterfeldmarkt in Berlin Schöneberg, 1991, Foto: Dagmar Schultz, FU Berlin, UA, V/N‑2/34

»Ich schreibe Liebesgedichte, ich schreibe ernste, politische Gedichte, ich schreibe Gedichte, wo mir einfach gefällt, dass es Doppeldeutigkeiten, Unklarheiten in der Sprache gibt – ich habe eine ganz große Vielfalt von Gedichten.«
 
Wir widmen diesen Abend der afrodeutschen Lyrikerin und Aktivistin May Ayim, die 1960 in Hamburg geboren wurde und im August 1996 in Berlin gestorben ist. Sie war Mitbegründerin der afrodeutschen Frauenbewegung und gab den Sammelband »Farbe bekennen. Afro-deutsche Frauen auf den Spuren ihrer Geschichte« (1986) mit heraus. Anlässlich ihres 30. Todestages wollen wir die herausragende und engagierte Literatin und ihr bis heute lebendiges Werk erinnern und feiern.
 
Eröffnet wird der Abend mit einer Laudatio von Jeannette Oholi und der Vorführung des Mitschnitts eines Auftritts von May Ayim: 1995 performte sie im Frankfurter Römer sechs Gedichte aus ihrem ersten Lyrikband »blues in schwarz weiss« Im Anschluss sprechen Jeannette Oholi und Meryem Choukri über Ayims Lyrik und Leben – und über die Räume und Resonanzen Schwarzer deutscher Literatur heute. Denn May Ayim ist bis heute unüberhörbar. Begleitend zur Veranstaltung erscheint ein Plakat mit der Laudatio und Gedichten von May Ayim, gestaltet von der Edition Zweifel.

Jeannette Oholi

Jeannette Oholi ist Literatur- und Kulturwissenschaftlerin. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf marginalisierten Autor*innen und insbesondere auf der Schwarzen deutschen Literatur. Im vergangenen Jahr ist der von ihr herausgegebene Sammelband »Schwarze deutsche Literatur. Ästhetische und aktivistische Interventionen von den 1980er Jahre bis heute« bei transcript erschienen.

Meryem Choukri

Meryem Choukri arbeitet als Kuratorin für Diversität im Altonaer Museum in Hamburg. Sie promovierte zu feministischen Archiven of Colour und ist Mitglied des bildungs-Lab. Ihre Arbeit verbindet Erinnerungsarbeit, wissenschaftliche Forschung und politische Bildung und konzentriert sich auf Rassismus, Feminismus, Intersektionalität, Erinnerungskulturen und Kolonialismus. Gemeinsam mit Thu Hoài Tran und Miriam Yosef ist sie Mitbegründerin des Bündnis Komplizinnen. Mit Fallon T. Cabral gab sie den Sammelband »Biting Back: Food, Diaspora, Resistance« (Unrast) heraus.

Edition Zweifel
zweifel.jetzt/edition-zweifel

29.8.2026, 19:00 Uhr: ein Abend für die Lyrikerin May Ayim (1960–1996) mit Jeannette Oholi, Meryem Choukri & Edition Zweifel

Ort: M.Bassy e.V., Schlüterstraße 80, 20146 Hamburg
Eintritt: Spende
Bitte reservieren via: reservation@m-bassy.org

Der Abend wird mit Support von M.Bassy e.V. realisiert. Wir danken der Abteilung Literatur der Behörde für Kultur und Medien in Hamburg für die finanzielle Unterstützung der Veranstaltung. Und wir danken Dagmar Schultz und dem FU Archiv für die freundliche Genehmigung zur Verwendung der Fotos aus dem Nachlass von May Ayim. Den Büchertisch betreut die Buchhandlung im Literaturhaus.

Kulturbeoerde Hamburg