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AUSSTELLUNG & TALK

5.6. – 3.7.2026
»Gwendolyn Phillips: A Brownie Hawkeye«

Gwendolyn Phillips, »Gay Liberation Ball I«, Los Angeles, 1971 © Gwendolyn Phillips

Die Einzelausstellung »Gwendolyn Phillips: A Brownie Hawkeye«, co-kuratiert von M.Bassy und Julia Phillips, widmet sich dem Werk und Leben der Fotografin Gwendolyn Phillips, die 1947 in Pittsburgh, Pennsylvania, USA geboren wurde und als erste weibliche Schwarze Fotografin festangestellt bei der Los Angeles Times West Magazine arbeitete. In den 1960er- und 1970er-Jahren baute sie ein bemerkenswertes fotografisches Portfolio auf, das Porträts von Künstler:innen, Musiker:innen und Persönlichkeiten wie Aretha Franklin, Joseph Beuys, Romare Bearden und den Jackson Five umfasst. Ihre Arbeiten reichen von Dokumentarfotografie bis hin zu künstlerischen Porträts und spiegeln die sozialen Umbrüche und politischen Spannungen jener Zeit wider.

Im Zuge der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung und der wachsenden Spannungen in den USA beschloss Gwendolyn Phillips, sich in Europa niederzulassen. 1972 zog sie nach Hamburg, wo sie u.A. für das Zeit Magazin arbeitete, und ihr eigenes Fotostudio betrieb. Ihr umfangreiches Archiv wurde hier über vier Jahrzehnte lang in einem Keller gelagert und geriet weitgehend in Vergessenheit. Die Ausstellung präsentiert Fotoarbeiten und persönliche Dokumente und stellt sie in den Kontext aktueller Diskurse rund um Feminismus, Schwarze Perspektiven in der Fotografie und diasporische Narrative.

Gwendolyn Phillips, »Self-Portrait (Mickey Mouse Sweatshirt)«, Hamburg, 1978 (Detail) © Gwendolyn Phillips

GWENDOLYN PHILLIPS

Gwendolyn Phillips wurde 1947 in Pittsburgh, Pennsylvania, geboren und wuchs in Chicago und später in Inglewood, Kalifornien, auf. 1968 kam sie als Fotografin zum West Magazine der LA Times, wo sie schließlich Kollegen vom Zeit Magazin Hamburg kennenlernte. Sie wurde eingeladen, nach Hamburg zu ziehen und für die Zeit zu arbeiten, was sie von 1972 bis 1974 tat. Anschließend kehrte Phillips in die USA zurück und verbrachte drei Jahre in New York City, wo sie für verschiedene internationale Publikationen arbeitete, darunter Der Spiegel, das Essence Magazine, das Ms. Magazine und das Time Magazine. 1978 zog sie dann zum zweiten und letzten Mal nach Hamburg. Phillips heiratete im Jahr 1980 und bekam 1982 ihre erste Tochter, gefolgt von ihrer zweiten Tochter im Jahr 1985. Die letzten Fotos, an deren Aufnahme sie sich erinnert, waren von ihren Kindern um 1989. Phillips lebt in Eimsbüttel, Hamburg.

JULIA PHILLIPS

Julia Phillips hatte Einzelausstellungen im MoMA PS1 in New York, im Kunstverein Braunschweig und im Barbican Art Centre in London. Ihre Arbeiten waren auf der Berlin Biennale, der New Museum Triennale, der Biennale von Venedig und der Whitney Biennale zu sehen. Ihre Werke sind in zahlreichen öffentlichen Sammlungen vertreten, darunter im Museum MMK für Moderne Kunst in Frankfurt, im Museum of Modern Art in New York, im Whitney Museum of American Art, im Moderna Museet in Stockholm und im Studio Museum in Harlem, New York. Julia Phillips veröffentlichte kürzlich ihre erste Monografie »Energy Exchange« bei Mousse Publishing in Mailand. Sie ist Dozentin am Department of Visual Arts der University of Chicago. Ihre künstlerische und akademische Arbeit konzentriert sich auf Psychoanalyse, den Körper und die Verkörperung, interkulturelle Dynamiken sowie Diversität und Machtkämpfe in Institutionen.

6.6.2026, 19 Uhr: Artist Talk mit Gwendolyn Phillips & Julia Phillips (Die Veranstaltung ist leider ausgebucht!)

Bitte reservieren via: reservation@m-bassy.org

M.Bassy e.V., Schlüterstraße 80, 20146 Hamburg
Laufzeit: 5.6. - 3.7.2026, Öffnungszeiten: Do – So, 14 – 18 Uhr
(Die Ausstellung bleibt am Fr 19.6.2026 aufgrund eines Workshops geschlossen.)

Die Ausstellung ist Teil der Triennale Expanded im Rahmen der 9. Triennale der Photographie Hamburg 2026:
2026.phototriennale.de/triennale-expanded

Wir danken der 9. Triennale der Photographie Hamburg 2026 für Ihre Förderung des Projektes sowie dem Referat Interkultureller Kulturaustausch der Behörde für Kultur und Medien Hamburg für ihre finanzielle Unterstützung.